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Kontaktlinsen - Nützliche Tips für den Alltag

(1) Augentropfen

Es sollten während des Tragens nur vom Augenarzt oder Anpasser empfohlene Augentropfen verwendet werden.

(2) Autofahren

Die optischen Vorzüge von Kontaktlinsen und Brille sind hierbei gleich. Jedoch haben Kontaktlinsen beim Autofahren zwei entscheidende Nachteile:

  • Die Benutzung einer Klimaanlage oder ein laufendes Gebläse können dazu führen, dass die Kontaktlinsen austrocknen und am Auge reiben. Man kann diesen Beschwerden jedoch durch die Benutzung geeigneter Augen- oder Nachbenetzungstropfen entgegenwirken.
  • Es kann nach längerer Tragezeit (mehr als 10 Stunden) unter den vorhin erwähnten ungünstigen Bedingungen ein Hornhautödem entstehen. Dadurch kann die Blendungsempfindlichkeit verstärkt und somit die Nachtfahrtauglichkeit eingeschränkt werden.

    (3) Kontaktlinsen in jedem Alter

    Wenn die anatomischen Voraussetzungen gegeben sind, können Kontaktlinsen grundsätzlich bereits im Neugeborenenalter angewandt werden. Es besteht grundsätzlich auch keine Notwendigkeit, diese ab einem bestimmten Alter nicht mehr zu tragen. Es muss allerdings darauf geachtet werden, dass jederzeit eine einwandfreie Hygiene und Handhabung der Kontaktlinsen gewährleistet ist, notfalls durch eine betreuende Person.

    (4) Kontaktlinsen im Berufsalltag

    Man sollte Kontaktlinsen nicht in staubiger Umgebung tragen. Dort besteht die Gefahr, dass sich Fremdkörper auf der Linse ablagern oder zwischen Linse und Hornhaut gelangen. Dadurch können sowohl ein starkes Fremdkörpergefühl als auch Augenentzündungen entstehen. Man sollte auch beim Umgang mit Chemikalien aus den gleichen Gründen nicht verwenden. Demnach sind Kontaktlinsen in Berufen wie Bäcker, Schreiner, usw. nur eingeschränkt werden.

    (5) Kontaktlinsen bei bestimmten Umweltbedingungen

    In Räumen mit trockener Luft, wie z. B. Gaststätten, Auto, Flugzeug oder auch Wohn- und Büroräumen während der Heizperiode) bestehen besonders ungünstige Tragebedingungen für Kontaktlinsen. Dann ist nämlich die Sauerstoffzufuhr zum Auge vermindert und der Tränenfilm wird folglich beeinträchtigt. Die Lösung für dieses Problem ist das rechtzeitige Nachbenetzen der Kontaktlinsen.

    (6) Kosmetika

    Man sollte die Kontaktlinsen zweckmäßigerweise in das Auge einsetzen, bevor Kosmetika oder Augen-Make-Up's aufgetragen werden. Generell sollten Kosmetika wie Kajalstifte nicht auf die Lidkanten aufgetragen werden.

    (7) Medikamente

    Es gibt zahlreiche Medikamente, die den Tränenfluss des Auges verändern können. Die „Pille" ist beispielsweise ein solches Medikament. Auch hier wird empfohlen, sich vom Augenarzt beraten zu lassen.

    (8) Reisen

    Wie bereits unter Punkt 5 erwähnt, herrschen in Flugzeugen trockene Luftbedingungen vor, da die Luftfeuchtigkeit herabgesetzt wird. Es ist daher sinnvoll, die Kontaktlinsen bei diesen Bedingungen häufig nachzubenetzen oder gar nicht zu tragen. Außerdem sind Kontaktlinsen - Pflegemittel in anderen Ländern nicht immer im gleichen Maß verfügbar. Daher sollte man einen ausreichenden Vorrat mitnehmen.

    (9) Sauna/Solarium

    Unter Umständen können Kontaktlinsen, anders als Brillen, im Auge belassen werden.

    (10) Schlafen

    Einige wenige Linsen mit hoher Sauerstoffdurchlässigkeit, sprich Linsen, die zum verlängerten Tragen (vT) geeignet sind, dürfen nach Absprache mit dem Arzt über Nacht im Auge bleiben.

    (11) Schwangerschaft

    Im Normalfall können die Linsen und Kontaktlinsen - Pflegemittel wie bisher weiter getragen werden. Es besteht allerdings die Gefahr von Unverträglichkeitsreaktionen durch die Umstellung des Hormonhaushaltes.

    (12) Sport

    Besonders beim Sport sind vor allem weiche Kontaktlinsen der Brille wesentlich überlegen. Gerade bei anstrengenden Sportarten sollte aber darauf geachtet werden, dass die Linsen stark sauerstoffdurchlässig sind, weil der Energieverbrauch der Hornhaut beim Sport sehr hoch ist. Weiche Kontaktlinsen haften bei jeglicher Art vom Sport praktisch wie eine zweite Haut am Auge. Zudem stört kein lästiges, den Ausblick verhinderndes Brillengestell. Eine häufigere Proteinentfernung kann jedoch notwendig sein, da es aufgrund der veränderten physiologischen Vorgänge zu verstärkten Ablagerungen kommen kann.