
Nicht nur im Frühling, sondern auch im Herbst können Allergien die Lebensqualität spürbar einschränken. Tränende Augen, Juckreiz und ein unangenehmes Fremdkörpergefühl machen vielen Menschen zu schaffen. Wer Kontaktlinsen trägt, steht dabei oft vor einer zusätzlichen Herausforderung: Die Beschwerden können intensiver wirken und das Tragen erschweren. Mit dem richtigen Wissen und einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die belastende Zeit jedoch deutlich besser überstehen.
Heuschnupfen auch im Herbst – warum das möglich ist
Heuschnupfen mitten im Herbst? Auf den ersten Blick klingt das ungewöhnlich. Trotzdem berichten viele Betroffene aktuell in ganz Deutschland von tränenden Augen, laufender Nase und einem kratzigen Hals. Normalerweise verbinden wir diese Beschwerden mit der klassischen Pollensaison im Frühling und Sommer. In diesem Jahr zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Nach dem extrem heißen Sommer haben Trockenheit und zerfallende Blätter dafür gesorgt, dass allergene Stoffe in die Luft gelangen, die denen von Pollen sehr ähnlich sind.
Prof. Torsten Zuberbier, Leiter des Allergie-Centrums der Charité in Berlin, vermutet, dass genau dieses Phänomen die Ursache ist. Zwar fehlen noch gesicherte Daten, doch die Beobachtungen sprechen dafür, dass auch der Herbst eine allergiebelastete Zeit sein kann. Für Kontaktlinsenträger bedeutet das: Beschwerden wie Juckreiz oder Trockenheit können auch jetzt auftreten und sollten ernst genommen werden.
Warum Heuschnupfen die Augen so sehr belastet
Allergische Reaktionen entstehen, wenn das Immunsystem eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen oder Blätterreste als Gefahr einstuft. Die Augen reagieren besonders empfindlich, da sie direkt mit der Umwelt in Berührung kommen. Tränenfluss ist ein natürlicher Versuch des Körpers, die Fremdstoffe auszuspülen. Rötungen und Schwellungen entstehen durch die Ausschüttung von Histamin. Für Kontaktlinsenträger bedeutet das, dass die Linsen schneller unangenehm werden können und das Tragen belastend wirkt.
Welche Kontaktlinsen sich besser eignen
Tageslinsen sind in allergiebelasteten Zeiten oft die beste Wahl, weil sie täglich frisch eingesetzt werden und keine Ablagerungen entstehen. Besonders empfehlenswert sind Linsen wie Dailies Total 1 oder Biotrue ONEday, da sie mit moderner Benetzungstechnologie und hohem Wassergehalt überzeugen. Wer sonst Monatslinsen trägt, kann in dieser Zeit testen, ob der Umstieg spürbare Entlastung bringt.
Pflegemittel mit Zusatznutzen
Auch die Pflegeprodukte sind ein entscheidender Faktor. Reinigungslösungen, die Ablagerungen gründlich entfernen, unterstützen die Augen in dieser sensiblen Zeit. AOSept Plus oder Complete RevitaLens sind dafür eine gute Wahl. Wer tagsüber zusätzlich mit Trockenheit kämpft, kann Nachbenetzungstropfen wie die Linsenplatz Imed Augenfrisch Tropfen nutzen, um die Augen zu befeuchten und allergieauslösende Partikel wegzuspülen.
Praktische Alltagstipps für Allergiker
Einige kleine Routinen können den Unterschied machen. Kontaktlinsen sollten am besten erst nach dem Duschen oder Haarewaschen eingesetzt werden, da so weniger Partikel auf die Linsen gelangen. Abends ist es sinnvoll, die Augen gründlich mit steriler Kochsalzlösung auszuspülen. Bei besonders hoher Belastung kann es ratsam sein, zeitweise auf die Brille auszuweichen, um den Augen Ruhe zu gönnen.
Wann ein Besuch beim Augenarzt sinnvoll ist
Wer trotz aller Maßnahmen unter starken Rötungen, Schmerzen oder dauerhaftem Sehverlust leidet, sollte unbedingt einen Augenarzt aufsuchen. Allergiesymptome sind zwar oft bekannt, können aber durch zusätzliche Entzündungen komplizierter werden. Ein ärztlicher Check schafft Klarheit und sorgt dafür, dass die Augen langfristig gesund bleiben.